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Chronik der FFW Heuchling

Durch Erlaß des königlichen Bezirksamtes Hersbruck mußten in den Jahren um 1880 entweder Pflichtfeuerwehren errichtet, oder eine Freiwillige Feuerwehr gegründet werden.

Dies nahmen auch eine Anzahl Bürger der Gemeinde Heuchling zum Anlaß, um eine Freiwillige Feuerwehr ins Leben zu rufen. Die Gründung fand am 22. August 1883 im Lokal des Gastwirtes Johann Wollner statt.

Gründungsmitglieder waren:

Johann Jakob Wollner Friedrich Fink
Konrad Herzog Peter Munker
Konrad Stilper Johann Dillinger
Georg Berl Andreas Deuerlein
Johann Georg Deuerlein Sebastian Krauß
Johann Deuerlein Michael Bleisteiner
Johann Kempf Michael Schuster
Albrecht Herzog Heinrich Meier

Unter Beihilfe und Zurateziehung verschiedener Herren der Freiwilligen Feuerwehr Lauf, wie des Herrn Kommandanten Albrecht Dreykorn und der Herren Lehner und Haeffner, wurden in der Gründungsversammlung die ersten Wahlen vorgenommen, wobei Herr Johann Wollner zum Vorstand und Herr Johann Latteier zum Kommandanten gewählt wurden.

Am 3.2.1884 wurde bereits eine "Löschmaschine" von der Firma Justus Christian Braun, Maschinenfabrik, Nürnberg zum damaligen Preis von DM 630.- angeschafft.

Im Jahre 1898 wurde eine Leiter gekauft, die bis nach 1970 noch eingesetzt war.

Wie schwer es die seinerzeitige Feuerwehr mit der Anschaffung der Geräte und Ausrüstungen hatte, zeigten verschiedene Berichte. So mußten alle Gegenstände aus den Mitgliedsbeiträgen erworben werden. Staatliche Zuschüsse gab es damals noch nicht. Auch die Gemeinde beteiligte sich nicht an den Käufen der Ausrüstungen. Es mußten daher von Privat Darlehen aufgenommen werden, die unter Verzinsung ratenweise wieder abgetragen wurden. Am 20.1.1900 war ein Kassenstand von DM 18,62 vorhanden.

Am 28. Mai 1899 fand in Heuchling bereits ein Bezirksfeuerwehrtag statt. Die Feuerwehren von Ottensoos, Neunkirchen, Dehnberg und Heuchling führten dabei eine gemeinsame Übung durch. Zur Erinnerung wurde ein Vereinsbild angeschafft, das sich heute noch in unserem Gerätehaus befindet.

Am 6. Juni 1909 wurde 6 verdienten Feuerwehrleuten das Ehrenzeichen für 25-jährige Feuerwehr-Dienstleistung verliehen.

Der erste Weltkrieg brachte große Verluste unter den Mitgliedern, so daß im Jahre 1919 mit 19 Feuerwehrmännern wieder von vorne begonnen werden mußte. Besonders ist hier die aufopfernde Tätigkeit von Herrn Georg Wörlein als 1. Kommandant zu nennen, der dieses Amt bereits seit dem Jahre 1913 inne hatte und der über 30 Jahre bis zum Kriegsende des Jahres 1945 ununterbrochen mit der Führung der Wehr beauftragt war. Unter seinem Kommando erreichte die Wehr einen sehr guten Stand und trat auch bei der Bekämpfung verschiedener Brände in Lauf lobenswert hervor. So am 1. Januar 1922 beim Brand der Ofenfabrik Bankel und am 26. März 1924 beim Brand der Holzwarenfabrik Chr. Döring, Lauf.

Im Februar 1928 wurde von der Feuerlöschgerätefabrik Magirus eine neue 4rädrige 8aug- und Druckspritze gekauft. Sie kostete 1.550.- Reichsmark.

Am 26. Und 27. August 1933 fand das 50-jährige Jubiläum der Wehr statt, wobei ein Gruppenbild enthüllt wurde.

Leider brachte auch der 2. Weltkrieg wieder große Opfer und wir hatten sehr viele gefallene und vermißte Kameraden zu beklagen. Die in der Kriegszeit verbliebene Mannschaft, ergänzt durch Jungfeuerwehrmänner, mußte durch den eingetretenen Bombenkrieg sehr viele Einsätze in Lauf und sogar in Nürnberg mitmachen.

Am 10. Februar 1946 wurde zusammen mit den aus dem Krieg zuruckgekehrten Kameraden ein neuer Anfang gemacht.

Zum Kommandanten und Vorstand wurde Konrad Wildner gewählt, der bis zur Erreichung der Altersgrenze im Jahre 1966 20 Jahre ununterbrochen unsere Wehr tatkräftig führte. Von ihm stammt auch das bekannte " Feuerwehrgedicht, das an anderer Stelle abgedruckt ist. Unter seiner Leitung fand am 18. Mai1952 wieder ein Kreisfeuerwehrtag in Heuchling statt, verbunden mit einer Schauübung der Heuchlinger und Laufer Feuerwehren im Anwesen Gößwein.

Am 18. August 1949 brannten im Anwesen Kraft der Stadel und das Wohnhaus. Am 18. April 1961 brannte die Scheune der Landwirtswitwe Kuni Schmidt ab.

Die Gemeinde Heuchling kaufte am 28.4.1963 ein neues Löschfahrzeug LF 8/8 für DM 32.000.-

Am 30. Januar 1966 bezogen wir unser neues Feuerwehrgerätehaus. Am 14.115. März 1966 brannte die Stallung bei Landwirt Engelhardt. Im Jahre 1968 konnte eine Feuerwehr-Standarte durch eine Sammlung unter den Mitgliedern und Heuchlinger Bürgern angeschafft werden.

Am 6.12.1970 wurde der Feuerwehr eine Anhängeleiter AL 18 mit 18 m Länge von der Gemeinde übergeben.

Mit dem Jahre der Eingemeindung in die Stadt Lauf am 1.5.1978 bekam die Wehr die letzte größere Anschaffung der Gemeinde Heuchling:

Ein neues Löschfahrzeug LF 8/8 mit technischer Hilfeausstattung. Preis: DM 156.000.-. Dasselbe wurde am 21.10.1978 durch den 1. Bürgermeister der Stadt Lauf, Herrn Konrad Schmidt, der Wehr feierlich übergeben.

Zum ersten Mal legte am 22.9.1963 eine Gruppe das Leistungsabzeichen der Stufe 1 ab. In der Zwischenzeit haben 5 Mann im Oktober1980 die letzte Stufe "Gold-rot" abgelegt. Bis auf 2 Neuzugänge sind alle aktiven Wehrmänner Besitzer eines Leistungsabzeichens.

Seit 18. Februar 1966 führt Rüdiger Kellner als 1. Kommandant die Wehr, und ab 13. März 1976 wurde Georg Schmidt als Vorstand gewählt, die bis heute noch diese Ämter ausüben.

31 aktive Feuerwehrmänner zählt die Wehr im Jahre 1983, und 94 Mitglieder insgesamt.

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